• 03.04.2019
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Olympioniken des logischen Denkens 2019

Die Finalistinnen und Finalisten der Schweizer Mathematik-Olympiade 2019
Image: Mathematik-Olympiade
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Die Finalistinnen und Finalisten der Schweizer Mathematik-Olympiade 2019
Die Finalistinnen und Finalisten der Schweizer Mathematik-Olympiade 2019 (Image: Mathematik-Olympiade)

Zwei junge Zürcher Mittelschüler gewinnen Gold bei der Schweizer Mathematik-Olympiade 2019. Wer die Schweiz am internationalen Wettbewerb vertritt, wird im Mai entscheiden. Bereits startklar ist das Frauenteam, das in die Ukraine reist. Dort findet vom 7.-13. April die European Girls’ Mathematical Olympiad statt.

Die Gewinner der Mathematik-Olympiade 2019:

Raphael Angst, Kantonsschule Im Lee, ZH
Valentin Imbach, MNG Rämibühl, ZH

140 Jugendliche haben in den vergangenen vier Monaten beim Wettbewerb mitgemacht. Ins Final schafften es 24 Mittelschülerinnen- und schüler. Strahlende Gesichter und Applaus dann am Samstag, 30. März an der ETH Zürich: Die Finalisten durften ihre Gold-, Silber- und Bronzemedaillen entgegennehmen (Rangliste siehe unten).

Wie führe ich einen mathematischen Beweis?

Die Finalprüfung fand bereits am 01. und 02. März 2019 im Rahmen des Mathematik-Lagers statt. Die Jugendlichen absolvierten zwei 4-stündige Prüfungen à 4 Aufgaben, die Themen hiessen Algebra, Kombinatorik, Geometrie und Zahlentheorie. Die Herausforderung bestand darin, einen mathematischen Beweis zu führen, also eine schlüssige Antwort auf ein Problem zu geben. Besonders Spass hätte er an der Funktionalgleichung gehabt, meint Gewinner Raphael Angst: „Wir erhielten eine Gleichung und mussten herausfinden, welche Funktionen diese Gleichung erfüllen.“ Schritt für Schritt tastete er sich zur Lösung vor, spielte mit Werten, bewertete die Resultate, wiederholte das Ganze. „Ich mag Mathematik seit der Primarschule. Mir gefällt es, dass sie logisch ist und die Anweisungen klar sind“, so der Zürcher.

Zusätzliches Angebot für junge Frauen

Julia Sollberger und Yanta Wang, die Bronze gewannen, mögen Mathe aus demselben Grund: „Was zählt, ist logisches Denken und ein Flair fürs Kombinieren“, erzählt die 17-jährige Julia. Die Baselbieterin Yanta Wang ergänzt: „Das bedeutet auch, dass man wenig Auswendiglernen muss.“ In einer Woche vertreten sie zusammen mit zwei anderen Schülerinnen die Schweiz an der European Girls' Mathematical Olympiad. Diese findet vom 7. – 13. April in Kiew in der Ukraine statt. Der Anlass, der 2017 in der Schweiz zu Gast war, will junge Frauen zusätzlich fördern. Denn Frauen sind in der Mathematik weiterhin untervertreten, sowohl in Studium und Lehre, als auch in der Arbeitswelt. Für Julia und Yanta ist jetzt schon klar, dass sie nach der Matura Mathe studieren möchten.

Wer vertritt die Schweiz an der grössten internationalen Wissenschafts-Olympiade?

Die 13 Medaillen- und 2 Wildcardgewinner treten im Mai zur letzten Prüfung an. Dann entscheidet sich, welche sechs Schülerinnen und Schüler die Schweiz an der Internationalen Mathematik-Olympiade (11.-22. Juli) in Bath, Grossbritannien vertreten. Ein weiteres Team darf an die Middle European Mathematical Olympiad nach Tschechien reisen. Ein wenig aufgeregt sei er schon, meint Gewinner Raphael Angst: „Ich war letztes Jahr schon im internationalen Team, muss mir aber trotzdem Mühe geben bei der Prüfung.“ Schafft Raphael die letzte Hürde, so kämpft er mit seinem Kopf um Medaillen, zusammen mit 600 Jugendlichen aus über 100 Ländern.

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