• 24.09.2019
  • Press release
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Jetzt muss die Schweizer Nachhaltigkeitsforschung Lösungen aufzeigen

Wind energy
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Wind energy (Image: Pixabay)

Geht es so weiter, werden die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Uno verfehlt. In der Kritik steht auch die Wissenschaft. Es brauche mehr lösungsorientierte Forschung, fordert der erste Weltnachhaltigkeitsbericht. Eine Initiative der SCNAT will deshalb die Nachhaltigkeitsforschung in der Schweiz stärken.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele, welche die Vereinten Nationen 2015 verabschiedet haben, sind bei der derzeitigen Entwicklung nicht erreichbar. Das zeigt der erste Weltnachhaltigkeitsbericht, den die Uno am 24. und 25. September in New York vorstellt. Zum Handeln aufgefordert wird darin auch die Wissenschaft: Erkenntnisse aus der Forschung erreichten die Gesellschaft kaum. Die Prioritäten müssten weg von der Problemfixierung und hin zu einer lösungsorientierten Forschung verschoben werden.

Beziehung zwischen Mensch und Umwelt neu gestalten

Das ist Wasser auf die Mühlen der Initiative für Nachhaltigkeitsforschung, welche die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) 2018 ins Leben gerufen hat. Die SCNAT will damit die Forschung zur nachhaltigen Entwicklung in der Wissenschaftspolitik und bei Förderinstitutionen stärken. Die Initiative soll aufzeigen, wo Forschungsbedarf besteht und wie die Wissenschaft mithelfen kann, die drängendsten Probleme zu bewältigen. «Es geht darum, aus der Perspektive von Schweizer Akteurinnen und Akteuren zur nachhaltigen Entwicklung weltweit beizutragen», sagt Projektleiterin Gabriela Wülser. «Wir wollen uns in der öffentlichen Debatte einbringen.»

Um die wichtigsten Forschungsfragen zu identifizieren, hat die SCNAT kürzlich mit Vertreterinnen und Vertretern von Politik, Verwaltung, Wirtschaft, NGOs und Wissenschaft mehrere Workshops durchgeführt. Fazit: Bei vielen Themen ist das nötige Grundlagenwissen vorhanden. Was fehlt, sind die konkreten Handlungsoptionen, um die Gesellschaft in eine nachhaltige Zukunft zu führen. Die Nachhaltigkeitsforschung sollte vermehrt Möglichkeiten ausloten, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt neu gestalten lässt. Dazu muss sie viel stärker mit der Politik, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft zusammenarbeiten.

Eine Forschungsagenda für die Schweiz

Aufgrund dieser Erkenntnisse erarbeitet die SCNAT nun eine Forschungsagenda für die Schweiz. Damit will sie der Wissenschaft eine Orientierung für zukünftige Forschungsprojekte bieten und entsprechende Förderprogramme anregen. «Das Ziel ist zudem, mehr Mittel für die Nachhaltigkeitsforschung zu mobilisieren», sagt Wülser. Denn auch das zeigt der Weltnachhaltigkeitsbericht: Viele Staaten investieren noch zu wenig in die Forschung zur nachhaltigen Entwicklung. Die Schweiz steht hier besonders in der Pflicht.

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