• 21.03.2009
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Erneuerbare Energie und Raumnutzung

a+ Projekt

Teaser: Erneuerbare Energie und Raumnutzung
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Teaser: Erneuerbare Energie und Raumnutzung
Teaser: Erneuerbare Energie und Raumnutzung

Das Projekt untersucht Konfliktpunkte und Synergiepotentiale im Spannungsdreieck
- Verminderung der CO2-Emissionen/Nutzung erneuerbarer Energien
- Landschaftsbild/Raumnutzung
- Biodiversität.

Die Hauptaufgabe liegt in der Identifikation der wechselseitigen Einflüsse und Konflikte zwischen den Feldern Landschaftsgestaltung – Entwicklung erneuerbarer Energie – Förderung der Biodiversität – Klimaveränderung sowie Synergiepotentiale innerhalb dieser Bereiche. Es sollen Lösungsansätze aufgezeigt werden, die das Konfliktpotential minimieren und den grösstmöglichen Nutzen für die bezeichneten Bereiche generieren. Dabei geht es um integrierende Strategien zur Raum- und Landschaftsentwicklung mit erneuerbarer Energienutzung.

Das Projekt der Akademien der Wissenschaften Schweiz (a+) wird unter Federführung von ProClim- Forum for Climate and Global Change zusammen mit den Partnern Interakademische Kommission für Alpenforschung (ICAS), Forum Biodiversität Schweiz (alles Organe der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT) und dem Forum Landschaft durchgeführt.

Ausgangssituation und Problemstellung für das Projekt

Die Anstrengungen zur Reduktion der CO2-Emissionen sowie sich abzeichnende Engpässe in der Versorgung mit fossilen Energien und die entsprechende Verteuerung von Erdöl und Erdgas führen zu grossen Anstrengungen in der Nutzung von CO2-armen, erneuerbaren Energien (Potenzial ist in der „Road Map Erneuerbare Energien“ der SATW ausgewiesen). Diese erneuerbaren Energieformen (Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Geothermie) weisen zum Teil einen beträchtlichen Flächenbedarf auf und verändern Landnutzung und Ökosysteme sowie das Orts- und Landschaftsbild. Dieser Flächenbedarf wurde noch nicht bilanziert.
Die Schweiz ist ein stark besiedeltes Land mit wenig unberührten Flächen. Zusätzliche grossflächige Nutzungen müssen deshalb so geplant werden, dass sie die Funktionsfähigkeit der Ökosysteme, Lebensräume von seltenen Arten, die Existenz naturnaher Gebiete sowie das Landschafts- und Ortsbild so wenig wie möglich beeinträchtigen. Das Landschaftsbild spielt beispielsweise für den Tourismus, ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Schweiz, eine grosse Rolle; Veränderungen im Landschaftsbild können die Attraktivität für den Tourismus beeinflussen. Dies muss bei der Planung ebenfalls berücksichtigt werden.

In der Entwicklung erneuerbarer Energien und der damit verbundenen Veränderung der Landschaften liegt eine grosse Verantwortung, die Landschaft so zu gestalten, dass eine hohe Lebens- und Standortqualität gesichert und entwickelt wird. In der Praxis offenbart sich ein Mangel an grundlegenden Argumenten für die Diskussion und Kriterien für Entscheidungen. Hier besteht eine neue Herausforderung, Lösungsansätze für die Gestaltung nachhaltiger Energielandschaften zu entwickeln.

In diesem Zusammenhang stellen sich unter anderen folgende Fragen:

  • Wie kann Klimaschutz und die Gewinnung CO2-armer Energie möglichst landschafts-, biodiversitäts- und umweltschonend vorangetrieben werden?
  • Wie sollen divergierende Interessen (z.B. Ausbau Wasserkraft vs. Gewässer- und Landschaftsschutz; Windkraftanlagen vs. attraktives Landschaftsbild) gegeneinander abgewogen werden?
  • Welche Formen der Energienutzung sind für die Schweiz, insbesondere im Alpenraum, am umweltschonendsten (z.B. wenig Grossanlagen, viele Kleinanlagen, oder individuelle Anlagen auf Gebäuden)?
  • Welche Energieformen sind besonders biodiversitäts-, landschafts- oder ortsbildverträglich (z.B. Lassen sich homogene historische Ortsbilder erhalten unter Einbezug der Sonnenenergienutzung auf den Dächern)?
  • Wie sollen die Landschaften in der Schweiz mit erneuerbarer Energienutzung entwickelt werden?
Zielpublikum
Wissenschafter und Experten, Entscheidungsträger in Politik, Forschung und Wirtschaft, Praxis und Behörden im Bereich Raum- und Landschaftsentwicklung, Energiewirtschaft, NGO’s

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