• 18.08.2015
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Neue Rote Liste der Vögel Europas zeigt die Verantwortung der Schweiz

Teaser: Neue Rote Liste der Vögel Europas zeigt die Verantwortung der Schweiz
Image: Vogelwarte Sempach
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Teaser: Neue Rote Liste der Vögel Europas zeigt die Verantwortung der Schweiz
Teaser: Neue Rote Liste der Vögel Europas zeigt die Verantwortung der Schweiz (Image: Vogelwarte Sempach)

Mehr als die Hälfte der rund 200 Brutvogelarten der Schweiz sind aktuell oder potenziell gefährdet. 14 Vogelarten sind sogar europaweit bedroht. Hauptsächliche Gefährdungsursachen für Vögel sind der Lebensraumverlust sowie der Klimawandel.

Die in diesem Sommer von BirdLife International publizierte Rote Liste der Vögel Europas zeigt, dass von den 533 Vogelarten des Kontinents 67 vom Aussterben bedroht und weitere 32 potenziell gefährdet sind. Das sind zusammen 19 Prozent aller Arten. Zum Vergleich: In der Schweiz sind aktuell sogar 55 Prozent aller Brutvogelarten gefährdet oder potenziell gefährdet. Die hauptsächlichen Gefährdungsursachen für die Vögel sind der Lebensraumverlust, insbesondere die Verschlechterung der Lebensraumqualität im Landwirtschaftsland, sowie der Klimawandel.

14 europaweit bedrohte Arten brüten auch in der Schweiz. Im Landwirtschaftsland, das sich als Lebensraum nach wie vor verschlechtert, steht zum Beispiel der Kiebitz unter grossem Druck. Wegen der Verschlechterung der Lebensräume schwinden die Bestände von Turteltaube und Wiesenpieper. Vom Klimawandel und von den Änderungen in der Landnutzung im Berggebiet betroffen sind das Alpenschneehuhn und das Steinhuhn.

Die neue Europäische Rote Liste zeigt aber auch, dass mit umfassendem Biodiversitätsschutz Erfolge erzielt werden können. Gegenüber der letzten Liste vor 10 Jahren konnten 20 gefährdete Arten von der Liste gestrichten werden.
In der Schweiz gibt es Artenförderungsprogramme, zum Beispiel für den in ganz Europa gefährdeten Kiebitz. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und die Schweizerische Vogelwarte setzen mit lokalen Partnern Fördermassnahmen an den Kiebitzbrutplätzen um. Gemeinsam haben sie erreicht, dass der Kiebitzbestand nicht mehr wie bisher stark zurückgeht, sondern in den letzten Jahren sogar wieder etwas zunahm.
Künftig braucht es auch für weitere national prioritäre Vogelarten der Schweiz Artenförderungsprogramme. Deshalb wollen die Schweizerische Vogelwarte und der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz zusammen mit Bund und Kantonen die Artenförderungsprogramme verstärken.



Schweizerische Vogelwarte Sempach www.vogelwarte.ch [1]
SVS/Birdlife www.birdlife.ch [2]

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