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Monitoring der Schweizer Gletscher

Teaser: Monitoring der Schweizer Gletscher
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Teaser: Monitoring der Schweizer Gletscher
Teaser: Monitoring der Schweizer Gletscher

Die systematische Beobachtung der Schweizer Gletscher ist langfristig gesichert. Für dieses Gletschermonitoring haben die Verantwortlichen aus Wissenschaft und Verwaltung am 26.11.2015 in Bern die entsprechenden Vereinbarungen unterzeichnet. Damit werden langfristig 105 Gletscher überwacht. Die Daten für die Fachgebiete Klima, Wasser, Naturgefahren und Umwelt werden auf einer Internetplattform einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Da die Gletscher aufgrund der Klimaerwärmung seit Jahrzehnten schmelzen, ist es besonders wichtig, dass sie beobachtet werden.

Gletschermessnetz

Das Hauptziel der Überwachung mittels Gletschermessnetz besteht darin, die langfristigen und regionalen Gletscherveränderungen in der Schweiz zu dokumentieren. Folgende Elemente werden gemessen: Änderungen der Gletscherlänge, Bilanz der Gletschermasse, Änderung des Volumens, Fläche der Gletscher, Geschwindigkeit des Eisfliessens, Eistemperatur. So zeigen die Messungen beispielsweise, wieviel der Rhonegletscher (VS) im Sommer und Herbst 2015 an Länge und Dicke eingebüsst hat

GLAMOS

Vertreter des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) sowie der Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) haben am 26. November 2015 in Bern die Vereinbarungen für das gesamtschweizerische Gletschermonitoring unterschrieben. Zuständig für die Koordination und die strategische Planung ist die Expertenkommission für Kryosphäre der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (EKK/SCNAT).

Diese Gletschermessdaten, die von verschiedenen Partnern geliefert und auf einer Plattform zusammengeführt werden, können u.a. als Klimaindikator verwendet werden, da auf den Gletschern die Einflüsse von Temperatur oder Luftfeuchtigkeit sichtbar werden. Weiter dienen die Daten der Wasserwirtschaft und der Gefahrenprävention (z.B. Warnung vor Gletscherabbrüchen). Die Daten stehen auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das web-basierte Gletscherportal wird unter www.cryosphere.ch ab 2016 schrittweise aufgebaut.

Messungen zum Gletscherschwund 2015

Der heisse Sommer 2015 hat zu einer extremen Gletscherschmelze geführt, dies obwohl die Gletscher der Schweizer Alpen noch im Mai eine gute Schneebedeckung hatten. Die Veränderung der Eisdicke wurde im hydrologischen Jahr 2014/15 für 21 Schweizer Gletscher bestimmt. Auf alle Gletscher der Schweiz übertragen, ergibt sich für das hydrologische Jahr 2014/15 ein geschätzter Volumenverlust von 1‘300 Millionen Kubikmetern Eis. Dies entspricht einer Verminderung des aktuell noch vorhandenen Gletschervolumens um fast 2.5 Prozent. Die Massenbilanz der Schweizer Gletscher in diesem Jahr liegt damit in einem ähnlichen Rahmen wie in den ebenfalls sehr negativen Jahren 2006 und 2011. Der anhaltende Schwund hat sich in den letzten Jahren auch auf das Gefahrenpotential ausgewirkt. So sind neue Gletscherseen und instabile Gletscher entstanden.

Daten zum Gletscherschwund 2015 sind im Faktenblatt auffindbar.

Source: BAFU (2015): Klimawandel: Monitoring der Schweizer Gletscher gesichert. Medienmitteilung vom 26.11.2015. www.bafu.admin.ch/klima [1]

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