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Die neuen internationalen Biodiversitätsziele besser messen

Das Forum Biodiversität hat an der langjährigen Vorbereitung der neuen internationalen Biodiversitätsziele mitgewirkt. Als Mitglied der Schweizer Delegation an der Biodiversitätskonferenz der UNO (COP15) in Montreal brachte es die Sicht der Wissenschaft ein, vor allem bei den Themen «Indikatoren» und «Messbarkeit der neuen Ziele».

Die COP15 zu den globalen Verhandlungen der neuen Biodiversitätsziele war in ganz Montreal präsent,  auch an Bushaltestellen.
Image: Eva Spehn

Diesen und weitere Artikel finden Sie im Jahresbericht 2023 der SCNAT.

Der «Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework» ist der neue internationale Rahmen für den Schutz sowie für die Nutzung und Wiederherstellung von Biodiversität bis 2030. Er wurde im Dezember 2022 mit zwei Jahren Verspätung und nach langwierigen Vorverhandlungen verabschiedet. Schwierige Fragen wie die globale Finanzierung des Biodiversitätsschutzes oder der Ausgleich von Vorteilen, die durch die Nutzung digitaler Gensequenzen entstehen, gefährdeten eine Einigung bis fast zum Schluss. Der Rahmen gibt vier langfristige Ziele bis 2050 und 23 Handlungsziele bis 2030 vor. Zentral ist, dass das Erreichen der Ziele neu mit Indikatoren gemessen werden soll, die bei der Berichterstattung der Vertragsstaaten verbindlich sind.

Der neue Rahmen stützt sich stark auf den ersten globalen Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES. Alle direkten Treiber des Biodiversitätsrückgangs (Land- und Meeresnutzung, direkte Nutzung von Wildtieren, Klimawandel, Verschmutzung und invasive Arten) und vor allem wichtige indirekte Treiber (Produktion und Konsum, Fehlanreize, Anerkennung indigener Rechte etc.) werden mit einzelnen Zielen angegangen. Damit werden die sozialen Aspekte stärker berücksichtigt, die mit der IPBES-Analyse als wichtigste Hebel für eine Trendwende erkannt worden sind.

Die Forschung bleibt weiter in der Verantwortung, um bestehende Wissenslücken zu schliessen und eng mit Akteuren aus allen Sektoren zusammenzuarbeiten. Es braucht noch weitere und bessere Indikatoren und Standards, um transparent machen zu können, ob die Länder die Ziele erreichen

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Lukas Berger
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