Swiss research

Der Goldene Reis wurde ursprünglich an der ETH Zürich entwickelt und wird voraussichtlich ab 2016 in den Philippinen kommerziell angepflanzt werden können.
Der Goldene Reis wurde ursprünglich an der ETH Zürich entwickelt und wird voraussichtlich ab 2016 in den Philippinen kommerziell angepflanzt werden können. (Image: International Rice Research Institute (IRRI))
×
Der Goldene Reis wurde ursprünglich an der ETH Zürich entwickelt und wird voraussichtlich ab 2016 in den Philippinen kommerziell angepflanzt werden können.
Der Goldene Reis wurde ursprünglich an der ETH Zürich entwickelt und wird voraussichtlich ab 2016 in den Philippinen kommerziell angepflanzt werden können. (Image: International Rice Research Institute (IRRI))

Wissenschaftler an öffentlichen Forschungsinstituten der Schweiz haben eine Reihe von gentechnisch veränderten (GV) Pflanzen entwickelt, die in Zukunft für die Landwirtschaft in Afrika und Asien an Bedeutung gewinnen werden:

  • Maniok mit Resistenz gegen den Cassava Mosaik-Virus und die Cassava Braunstreifen-Krankheit
    Wilhelm Gruissem, ETH Zürich Link
  • Golden Rice mit erhöhtem Vitamin A Gehalt
    Ingo Potrykus, ETH Zürich Link
  • Eisen-angereicherter Reis
    Wilhelm Gruissem und Navreet Bhullar, ETH Zürich Link

Andere Projekte erforschen für die Schweiz relevante Sorten:

  • Schorf- und Feuerbrand-resistente Äpfel
    Cesare Gessler, ETH Zürich Link
  • Mehltau-resistenter Weizen
    Christof Sautter und Beat Keller, Universität Zürich Link

Daneben befassen sich verschiedene Forschungsgruppen mit der Sicherheit von GV-Pflanzen und ihren Auswirkungen auf die Umwelt und die Biodiversität. So betreibt Agroscope seit Mitte der 1990er-Jahre Biosicherheitsforschung mit GV-Pflanzen und unterhält seit 2000 eine eigene Forschungsgruppe zur Biosicherheit. Daneben werden auch in verschiedenen anderen universitären Forschungsgruppen Biosicherheitsfragen untersucht:

  • Forschungsgruppe Biosicherheit, Agroscope Link

  • Wolfgang Nentwig, Universität Bern Link

  • Bernhard Schmid, Universität Zürich Link
Die Forschungsgruppe Biosicherheit des Agroscope untersucht unter anderem die Wirkung des Bt-Toxins auf Nützlinge – zum Beispiel auf die Florfliege.
Die Forschungsgruppe Biosicherheit des Agroscope untersucht unter anderem die Wirkung des Bt-Toxins auf Nützlinge – zum Beispiel auf die Florfliege. (Image: wikimedia commons; S. Ausmus, Agricultural Research Service, USA.)
×
Die Forschungsgruppe Biosicherheit des Agroscope untersucht unter anderem die Wirkung des Bt-Toxins auf Nützlinge – zum Beispiel auf die Florfliege.
Die Forschungsgruppe Biosicherheit des Agroscope untersucht unter anderem die Wirkung des Bt-Toxins auf Nützlinge – zum Beispiel auf die Florfliege. (Image: wikimedia commons; S. Ausmus, Agricultural Research Service, USA.)

Das Nationale Forschungsprogramm 59 zu Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen

Von 2007 bis 2013 lief in der Schweiz das vom Bundesrat in Auftrag gegebene Nationale Forschungsprogramm NFP 59, das Sicherheit und Nutzen von GV-Pflanzen in der Schweiz ausgeleuchtet hat.

Hauptresultate:

  • Der Anbau von GV-Pflanzen ist mit keinen Umweltrisiken verbunden, die nicht auch bei konventionell gezüchteten Pflanzen bestehen.
  • Der Konsum von sich im Handel befindenden GV-Pflanzen ist für die Gesundheit von Mensch und Tier unbedenklich.
  • Die Koexistenz von Anbauflächen mit und ohne GV-Pflanzen wäre auch in der Schweiz möglich und wahrscheinlich mit geringen Mehrkosten verbunden.
  • Die Schweizer Bevölkerung bringt der Grünen Gentechnik wenig Akzeptanz entgegen. Allerdings wünscht die grosse Mehrheit der Konsumentinnen und Konsumenten Wahlfreiheit.
  • Freilandversuche mit GV-Pflanzen sind in der Schweiz mit erheblichem Aufwand für Bewilligungsverfahren und Mehrkosten für Sicherheitsmassnahmen verbunden.
  • Ein langfristiges Moratorium für den kommerziellen Anbau von GV-Pflanzen ist mit der aktuellen Bundesverfassung nicht vereinbar.

Mehr zum NFP 59

Nationales Forschungsprogramm NFP 59. Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen. Link

Leitungsgruppe des Nationalen Forschungsprogramms NFP 59 (2012) Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen. Chancen nutzen, Risiken vermeiden, Kompetenzen erhalten. Programmsynthese. vdf Hochschulverlag, ETH Zürich. Link

Freilandversuche

Freilandversuch mit GV-Weizen in Zürich-Reckenholz im Rahmen des NFP 59.

Versuche im Feld sind unerlässlich für die Züchtung und Pflanzenforschung in der Schweiz

Potentielle Sorten für die Schweiz

Kartoffeln mit Resistenz gegen Kraut- und Knollenfäule

Gewisse gentechnisch veränderte Sorten könnten in der Schweiz zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beitragen

  • Publications

Factsheet: Genetically modified crops and their importance for Swiss agriculture (2013)
  • 2013

Genetically modified crops and their importance for Swiss agriculture

Swiss agriculture needs to increase production, while maintaining the same quality and at the same time reducing environmental impact. New agricultural methods and technologies are important for the attainment of these agricultural policy targets. The development and cultivation of genetically modified crops can contribute towards achieving these goals. The utilisation of such plants in research and food production is currently hampered by legal constraints.
Report: Genetically modified crops and their importance for Swiss agriculture
  • 2013

Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Landwirtschaft in der Schweiz

Gewisse gentechnisch veränderte Pflanzen (GV-Pflanzen) könnten für eine ertragreiche und umwelt- schonende Schweizer Landwirtschaft einen Beitrag leisten. Das zeigen dieAkademien derWissenschaften Schweiz im vorliegenden Bericht. Er schliesst an ein Forschungsprogramm des Nationalfonds (NFP 59) an, welches belegt, dass der Anbau von GV-Pflanzen mit keinen Umweltrisiken verbunden ist, die nicht auch für konventionell gezüchtete Pflanzen bestehen.